Leserbrief zu “Pandemie-Bekämpfung viel zu komplex”

Das Virus ist völlig bio, wir sollten es trotzdem nicht schonen“, Leitartikel von Thomas Kramar, 24.7.

Zum Leidwesen unserer Patienten wird die Diskussion über den Umgang mit Covid-19 zunehmend politisch instrumentalisiert, um eine einfache Demarkationslinie zwischen den Vernünftigen, Wissenschaftsaffinen und den Verschwörungstheoretikern, den esoterischen Extremisten zu ziehen.

Auch hier wird die gängige Meinung reproduziert, um sich auf der richtigen Seite stehen zu sehen. Doch ist die Bekämpfung dieser Pandemie viel zu komplex, um sie schlicht in moralischen, simplifizierenden Urteilen abzuhandeln. Patienten stellen (unabhängig ihrer politischen und weltanschaulichen Ansicht!) zu Recht kritische Fragen hinsichtlich der möglichen Langzeiteffekte der neuen Impfungen und wünschen einen vermehrten Fokus auf die Prophylaxe und die Stärkung des Immunsystems. Dieser Aspekt bleibt völlig unterbelichtet.

Die Homöopathie in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken entspricht diesem Automatismus, bewährte komplementärmedizinische Methoden zu diffamieren. Der Medizinhistoriker R. Jütte zeigte nachweislich auf, dass die Homöopathie keinen Platz im nationalsozialistischen Gesundheitssystem gefunden hat. In den Nürnberger Ärzteprozessen wurde kein homöopathisch tätiger Arzt verurteilt, wohl aber Chirurgen, Anatomen etc., die im Namen der Wissenschaft wahre Verbrechen gegen die Menschlichkeit ausgeübt hatten.

In groß angelegten Versorgungsstudien aus Frankreich und der Schweiz erwies sich eine Kostenersparnis von 20 Prozent für die Krankenkassen, bei deutlicher Reduktion von Schmerzmitteln und Antibiotika, durch die zusätzliche homöopathische Behandlung durch niedergelassene Allgemeinärzte. Es wäre wünschenswert, wenn die Berücksichtigung solcher Daten und Studien in Zukunft zu einem differenzierteren Journalismus führen würde.

Dr. Elisabeth Lazcano, 1070 Wien

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